Emotion schlägt Preis
Laut einer FDF-Blitzumfrage verlief das Geschäft am Valentinstag für viele Floristinnen und Floristen solide bis sehr gut – trotz hoher Großhandelspreise und Karneval. Besonders gefragt waren rote Rosen und Frühlingssträuße bis 40 Euro. Flexible Planung, Pre-Order-Strategien und eine klare Kalkulation erwiesen sich als Erfolgsfaktoren.
von Fachverband Deutscher Floristen (FDF) erschienen am 18.02.2026Der diesjährige Valentinstag fiel auf einen Samstag und mitten in den Karneval – für viele Blumenfachgeschäfte eine besondere Konstellation. Entsprechend haben die Floristinnen und Floristen in ihren Vorbereitungen bewusst „auf Sicht“ agiert. Das zeigte sich in einer nicht repräsentativen Blitzumfrage des FDF unter seinen Mitgliedern.
Zurückhaltender Einkauf, ein angepasstes Angebot an Fertigsträußen, flexible Planung und klare Kalkulation waren die Erfolgsstrategie für den diesjährigen Valentinstag. Das Resümee: ein solider, für etliche Betriebe recht positiver bis sogar sehr guter Valentinstag. Für viele der Befragten ist sein Verlauf mit den Vorjahren vergleichbar. Es habe einen guten Kundenstrom und gute Nachfrage gegeben. Trotz hoher Einkaufspreise im Großhandel, insbesondere bei Warmhaus-Kulturen wie Rosen, haben viele Blumenfachgeschäfte gute Ergebnisse erzielt. Floristinnen und Floristen, die auf Pre-Order gesetzt haben, profitierten von stabilen Einkaufspreisen.
Die rote Rose bleibt Statement Nr. 1
Die rote Rose war an diesem Valentinstag das florale Medium für „Love-Language“. Dabei spielten auch hohe Preise keine Rolle. Die Nachfrage war so hoch, dass in einzelnen Fachgeschäften die Ware vorzeitig ausverkauft war und nachgekauft werden musste.
Parallel dazu entwickelten sich Frühlingssträuße zu klaren Rennern. Frische Farben, Leichtigkeit, Natürlichkeit und Saisonbezug – das kam an. Überwiegend verkauft wurden Sträuße im Preissegment bis 40 Euro. Fertigsträuße vielfach im Segment 25–30 Euro.
Junge Zielgruppen sind blumenaffin
Mehrere Betriebe berichteten in der FDF-Blitzumfrage von einer spürbar hohen Anzahl junger Kundinnen und Kunden mit hoher Blumenaffinität. Das interpretiert der FDF als starkes Signal: Der stationäre Fachhandel bleibt relevant – auch für die nächste Generation. Themen wie Herkunft der Blumen oder Nachhaltigkeit spielten an diesem Valentinstag weder in der medialen Berichterstattung noch im direkten Verkaufsgespräch eine zentrale Rolle, heißt es von den befragten Inhabern. Der Fokus lag klar auf Emotion, Gestaltung und persönlichem Ausdruck.
Ein Florist brachte es so auf den Punkt: Der Druck von außen ist groß und die Erwartungshaltung der Kundschaft im Fachgeschäft ist hoch. Doch grundsätzlich sind Kunden wertschätzend und positiv. Gestaltung wird geschätzt, das Einkaufserlebnis gesucht. Geld wird bewusst und gezielt ausgegeben.
Ein weiterer Betrieb bestätigte: Stillstand gibt es bei uns nicht, wir gehen mit der Zeit. Social Media, Aktionen, neue Ideen und kreative Impulse bleiben entscheidend, um die Kundschaft immer wieder neu zu begeistern.

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