Floristikschule 2026 Folge 1 – Zeitgemäße Trauerfloristik
Veränderungen in der Bestattungskultur
Blumen spielen bei Beerdigungen nach wie vor eine große Rolle, weil sie ausdrücken, was Worte oft nicht tragen können. Sie stehen für Wertschätzung, für Dankbarkeit, für das Weiterwirken eines Lebens. Thea Kornherr zeigt in dieser ersten Folge der neuen Floristikschule, welche Veränderungen sich in den letzten Jahrzehnten in der Trauerkultur ergeben haben und wie Farbe ihrer Meinung nach zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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Über Jahrhunderte war das Bestattungswesen durch das Christentum geprägt. Friedhöfe wurden in den Dörfern um die Kirche herum angelegt, die Trauerfeier von einem Pastor geleitet. Der Leichnam wurde in einem Grab beigesetzt. Das Ritual der Trauerfeier war mit dem Erlösungsversprechen verbunden und mit dem Glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod. Als Anfang des vorigen Jahrhunderts die Feuerbestattung sich mehr und mehr durchsetzte, war die katholische Kirche zunächst strikt dagegen, passte sich aber später an. Beim Blumenschmuck war der Kranz als Symbol der Ewigkeit vorherrschend, aber auch Blumenkreuze in sehr gläubigen Familien – beides in streng formaler Ausführung. Religiosität verliert an Bedeutung In der zweiten Hälfte des 20....


