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Der Weg zur Meisterarbeit

Klar gefasste Durchlässigkeit

Elisabeth Schlierf fand den Weg in die Floristik in einer Zeit, in welcher alle Werkformen dicht und kompakt gearbeitet wurden. Es gab sozusagen optisch kein Durchkommen. Umso größer die Faszination für sie, ihre Meisterausbildung an einer Schule zu absolvieren, die die Kunst der absoluten Durchlässigkeit lehrt.
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Zwei Werkstücke – so unterschiedlich sie auch sein mögen – und doch folgten sie demselben Grundgedanken: der Durchlässigkeit.
Zwei Werkstücke – so unterschiedlich sie auch sein mögen – und doch folgten sie demselben Grundgedanken: der Durchlässigkeit.Nicole von Boletzky
Kranzform Der Hohlkörper gilt gemeinhin als höchste Ausprägung eines formalen Leichtgewichts. Im Grunde erschafft der Gestalter die Hülle einer Form um ein unsichtbares Inneres herum. Das setzt voraus, dass in der Vorstellung des Schöpfers die Kernform bereits sichtbar ist, um die er gewissermaßen eine Haut legt. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, gewissermaßen ins Nichts zu bauen. Wer dies nicht beherrscht, wird versuchen, um einen Formkern herum Material aufzutragen und so das Volumen Schicht für Schicht zu entwickeln. Damit gehen jedoch zwei Probleme einher: Die äußere Hülle wird zwangsläufig unregelmäßig, da der Werkstoff unterschiedliche Dicken aufweist. Zudem nimmt die Durchlässigkeit mit jeder weiteren Schicht ab – statt...
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