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MEILENSTEINE UND MYTHEN DER FLORISTIK

Vom Blumenverkauf zur Floristik

Das legendäre Blumengeschäft Lachaume in Paris existiert seit 1845. In Deutschland ist "Blumenbinder" seit 1910 ein eigenständiger Beruf, die heutige Berufsbezeichnung "Florist" wurde erst 1967 eingeführt. Dass sich der Blumenverkauf mit Korb und Karren über die gärtnerisch geprägte Binderei bis zur kreativen "Floristik" im Fachgeschäft entwickelt hat, kann mit gesellschaftlichen Veränderungen erklärt werden.
Veröffentlicht am
Gramberg-Madel
Blumenschmuck gehört im europäischen Kulturkreis zu Anlässen wie Taufe, Kommunion, Hochzeit und Bestattung dazu. Auch Blumenschenken und das Dekorieren von Veranstaltungen sind fester Bestandteil unserer Kultur. Als Tätigkeitsbereich mit gestalterischen Aufgaben hat sich die Blumenkunst in Deutschland jedoch erst in den 1870er- Jahren aus dem Gärtnerischen entwickelt. Seit 1910 ist "Blumenbinder" ein eigenständiger Beruf. Doch wie kam es dazu? Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands durch die Industrialisierung und der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 vergrößerten sich die Städte rasant. Viele Menschen strömten vom Land in die Stadt, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Die Gärtnereien mit Blumenbinderei waren...
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