Der Weg zur Meisterarbeit
Grösse des ganz Kleinen
Kleinstteile haben es an sich, unbedeutend zu wirken und leicht übersehen zu werden. Addiert man jedoch diese Winzlinge, zeigt sich schnell, dass die Gesamtwirkung einer Gestaltung überproportional wächst. Dieses Phänomen erkundete Katharina Arnold in zwei ihrer Meisterarbeiten – auf ganz unterschiedliche Weise, doch stets mit einer Pinzette in der Hand.
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Kranzform Sich für eine solche Sisyphusarbeit zu entscheiden, heißt letztlich, mehr Schweiß zu investieren, als eigentlich nötig wäre. Für ihr erklärtes Lieblingsblümchen – das Vergissmeinnicht – war Katharina Arnold jedoch bereit, einen mühevollen Weg auf sich zu nehmen. Sie ertappte sich sogar immer wieder beim Lächeln, während sie rund 5.000 einzelne Vergissmeinnichtblüten mit der Pinzette von den Stielen löste, trocknete und anschließend presste und bügelte. Die Stunden mit ihren floralen Lieblingen beglückten sie tief. Wiederum mit einer Pinzette brachte sie jede einzelne Blüte auf die rund 1.000 gläsernen Objektträger auf, die sich zu einer optischen Mitte hin zu einer Ringform zusammenfügten. Sie schuf im Innenbereich eine dichtere...


