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DER WEG ZUR MEISTERARBEIT | DANIELA LE DUIGOU

Im Kreise gehen

Daniela Le Duigou ergründete in ihren Meisterarbeiten Kreis- und Ringformen und setzte diese ausschließlich in Bezug zur Vertikalen. Sie schälte sorgfältig heraus, wann welche Verläufe an Stärke gewinnen oder verlieren. Aus diesem Wechselspiel erklärt sich die Spannung, die von ihren Werkformen ausging, obwohl sie sehr puristisch gehalten waren.
Veröffentlicht am
AoF/Michael Gasser
Daniela Le Duigou schuf gleich zwei Ringformen, obwohl in der Meisterprüfung nur eine frei wählbare Ring- oder Kranzform verlangt wird. Nicht weil sie damit eine doppelte Leistung erbringen wollte, sondern weil ein Vergleich der Wirkung nur auf diese Weise möglich wurde. Während die Floristmeisterin in ihrer rechten Ringgestaltung eine große Zahl an Brombeer-Ranken um die eigene Achse kreisen ließ, ordnete sie den stachligen Werkstoff im linken Gegenstück parallel und vertikal an. Mehr Individualität gestattete sie den Einzelteilen aber nicht: Beide Kranzformen waren exakt gleich groß bemessen, beide waren in identische Rahmen eingelassen und aus dem gleichen Werkstoff gestaltet.
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